Sebastian Kirsch: Blog

Monday, 16 May 2005

Robert Rankin: The Fandom of the Operator

Filed under: — Sebastian Kirsch @ 14:33

[cover]This is the second Rankin book I’ve read, and it somehow reminded me of the literary equivalent of fast food – McDonald’s, to be precise: Looks close enough to the real thing, but not really appetizing, and leaves a vaguely unsatisfying feeling in the stomach.

The jokes that were funny when I read them for the first time in “The Witches of Chiswick” just seemed stale now, the plot … well, there wasn’t much of one, to begin with. It seemed as if Rankin had written another novel around the jokes from the first one I read.

A quote from the Daily Telegraph on the front cover said, “Everyone should read at least one Robert Rankin in their life.” I think they wanted to say “at most", not “at least".

Saturday, 14 May 2005

MacOS X: Disabling iPhoto launch

Filed under: — Sebastian Kirsch @ 13:15

I don’t use iPhoto on MacOS X, but iPhoto keeps popping up every time I connect my digital camera, which is very annoying. I searched in vain in the iPhoto preferences and in the System Preferences for a way to disable this, but couldn’t find any. (Other applications, like Mail.app or Safari have an option in their preferences, for example “Default Web Browser:” or “Default Mail Client:".)

It turned out that the option is hidden in the Preferences of “Image Capture", not in iPhoto – an application I’d never used or opened before. Congratulations to Apple!

According to this page, there used to be a pane in System Preferences for chosing the default applications before MacOS X 10.3. In 10.3, these options were moved to the individual applications’ preferences. This seems counter-intuitive, to say the least. Why not make it available in both places?

Fortunately, RCDefaultApp makes this feature available again. Perhaps the author can also find a way to make actions like the iPhoto launch configurable via this panel.

Oh, another tip I got today: How to make hidden folders accessible in Finder: Click on the “Go” menu, then on “Go to folder", and enter the full pathname. I have not found a way to make all hidden folders visible in Finder, in just the way that they are visible on the console. This is still very annoying. If someone has a fix for this, I would be grateful to hear it.

Monday, 09 May 2005

Mikrotypographie

Filed under: — Sebastian Kirsch @ 22:52

Da ich momentan Diplomarbeit schreibe und ein paar Bekannte auch gerade an Diplom- und Doktorarbeiten sitzen, und ich zudem als LATEX-Experte bekannt bin, häufen sich bei mir gerade die Fragen zum Thema Schriftsatz, Typographie und LATEX. Die Antwort liegt dabei oft im sprichwörtlichen “wissen, wo’s steht” – in welcher FAQ, welchem Buch oder welchem Dokument die Antwort denn zu finden ist.

Ein beliebtes Thema ist die Mikrotypographie: Wo setzt man welche Art von Bindestrich, wo kommt welches Leerzeichen hin, welche Anführungszeichen wohin, kommt das Satzzeichen vor die schließende Klammer oder dahinter? Diese und viele andere Fragen wird in einem Aufsatz von Marion Neubauer behandelt, der als Teil I und Teil II von “Feinheiten bei wissenschaftlichen Publikationen” in der TEXnischen Komödie erschienen ist.

Ich versuche meistens, mich nicht allzu lange mit typografischen “Fitzelkram” aufzuhalten. Manche Grundlagen sind aber unverzichtbar, beispielsweise der richtige Gebrauch von Satzzeichen und Abständen. Abkürzungen vermeide ich, soweit es geht – sie sparen im Fließtext weder Zeit beim Schreiben noch beim Lesen. Akronyme setze ich in Kapitälchen, mit folgendem Kommando:

\DeclareRobustCommand{\abbrv}[1]{\textsc{\MakeLowercase{#1}}}

Ansonsten habe ich mir logische Auszeichnung im großen Stil angewöhnt. Explizite Schriftauswahl benutze ich praktisch nicht; stattdessen definiere ich ein Makro, das die Funktion des Schriftwechsels ausdrückt: beispielsweise \forgn für fremdsprachlichen Text, der meistens kursiv gesetzt wird, oder \defn für Definitionen, die ich fett setze. Für Anführungszeichen habe ich auch ein Makro, mit dem ich den Stil nachträglich ändern kann, und das sicherstellt, dass alle öffnenden Anführungszeichen auch wieder geschlossen werden:

\DeclareRobustCommand{\q}[1]{`#1'}

Bei Texten mit vielen mathematischen Formeln gehe ich sogar so weit, für alle oft gebrauchten Variablen und Funktionen beschreibende Makros anzulegen: Eine Instanzvariable x aus einem Instanzenraum X wird beispielsweise als Makro \inst und \Inst angelegt. Das ist zwar mehr Schreibarbeit, hat aber mehrere Vorteile: Zum Einen sind die Variablen so automatisch konsistent benannt. Gibt es Kollisionen zwischen den benutzten Zeichen, so kann man dies frühzeitig erkennen und beheben; es besteht nicht die Gefahr, beim Umbenennen einer Variable etwas zu übersehen. Entscheidet man sich im Nachhinein, sich an einer anderen Notation zu orientieren, kann man dies ohne Probleme ändern.

Sunday, 08 May 2005

Bolognese und Lasagne

Filed under: — Sebastian Kirsch @ 22:17

Ein Standardrezept, das in keiner Küche fehlen darf: Sauce Bolognese – und was man daraus machen kann, wenn man mal wieder viel zu viel gekocht hat: eine leckere Lasagne.

Als kleines Kind waren Spagetti mit Tomatensoße eines der wenigen Sachen, die ich wirklich gerne gegesesn habe. Nur, dass es in Wirklichkeit keine Tomatensoße war, sondern Bolognese-Soße. Irgendwann habe ich mir von meinem Vater das Rezept dafür verraten lassen, und koche sie immer noch regelmäßig nach seinem Rezept – und es schmeckt tatsächlich “wie damals". (Ja, in meinem Elternhaus ist mein Vater der Koch; meine Mutter kann gar nicht kochen, dafür kann sie backen. Ich kann beides ganz gut.)

Der Nachteil an beiden Rezepten ist, dass sie relativ aufwändig sind. Eine Bolognese kann gut und gerne sechs bis acht Stunden auf dem Herd stehen und vor sich hin köcheln, bevor sie gut schmeckt.

Ragu Bolognese

  • Dörrfleisch oder Speck in Würfeln
  • Rinderhack
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Dosentomaten
  • Rinderbrühe oder Rinderbouillon
  • Tomatenkonzentrat
  • eine Karotte
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Zur Zubereitung empfiehlt sich eine schwere Pfanne oder ein grosser Topf. Antihaftbeschichtet darf das Gerät auch gerne sein.

  1. Das Dörrfleisch oder den Speck auslassen. Danach entfernen und auf etwas Küchenkrepp abtropfen.
  2. Die Zwiebeln und den Knoblauch fein würfeln. Etwas Olivenöl zu dem Fett in die Pfanne und darin Zwiebeln und Knoblauch andünsten.
  3. Wenn sie glasig sind, das Rinderhack dazugeben und anbraten.
  4. Wenn das Hackfleisch durchgebraten ist, kommen die Dosentomaten dazu. Ich nehme meistens welche, die schon gestückelt sind; ganze Dosentomaten in Würfel zu schneiden ist eine Riesen-Sauerei. Hier lohnt es sich, Marken zu kaufen, z.B. “Oro di Parma": Bei Billig-Dosen vom Discounter hatte ich schon oft Hautstücke und unreife Tomatenstücke in der Dose, das schmeckt nicht, sieht nach nichts aus, und rausfischen kann man es auch nicht mehr.
  5. Jetzt noch mit Rinderbrühe oder Rindsbouillon aufgießen, den Speck wieder dazu, die Temperatur runterdrehen, Deckel drauf, und das ganze darf erstmal ein paar Stunden vor sich hin köcheln. Dabei immer wieder Wasser nachgiessen, damit nichts anbrennt.
  6. Irgendwann kommt dann das Tomatenkonzentrat dazu, und eine geriebene Karotte. Dann abschmecken mit Salz, Pfeffer und ein bisschen Zucker, und weiter köcheln lassen. Das ganze, wie gesagt, gerne sechs bis acht Stunden insgesamt. Je länger sie kocht, desto besser wird die Sosse.
  7. Wenn sie fertig ist, kommt noch Basilikum rein, und dann kann sie auf den Tisch. Friert man die Sosse ein, sollte man Kräuter erst nach dem Auftauen dazugeben, weil sie sonst Geschmack verlieren.

Damit haetten wir schon ungefähr anderthalb Tage mit der Bolognese verbracht. Wenn man jetzt noch zwei bis drei Stunden mehr investieren will, kann man daraus eine wunderbare Lasagne machen. Und das geht so:

Lasagne

  • Bolognese-Soße
  • Bechamel-Soße (aus Mehl, Butter und Milch)
  • Lasagneplatten
  • Mozarella in Scheiben (ganz lecker ist Büffelmozarella, den inzwischen sogar mein Plus um die Ecke hat.)
  • Parmesan, gerieben>
  1. Bolognese: Siehe oben.
  2. Bechamel-Soße: ca. 75g Butter in einem Topf schmelzen, einen Esslöffel Mehl dazu, etwas dunkel werden lassen, und mit Milch aufgiessen, dabei die ganze Zeit mit dem Schneebesen kräftig durchrühren. Aufkochen lassen und so viel Milch dazugeben, bis eine dünne Soße entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss abschmecken.
  3. Jetzt wird die Lasagne in einer Auflaufform aufgeschichtet. Dabei immer abwechselnd eine Lage Nudelnplatten, eine Lage Bechamel, eine Lage Bolognese, eine Lage Mozarella, bis die Form voll ist. Ich schliesse normalerweise mit einer Lage Nudeln, Bechamel, Mozarella ab. Ganz oben drauf kommt geriebener Parmesan.
  4. Das ganze kommt jetzt für ca. 40min bei 200ºC in den Ofen, mit Ober- und Unterhitze. Dabei empfiehlt es sich, die Lasagne in den ersten 20min mit Alufolie abzudecken. (Dabei aufpassen, dass der Käse nicht beim Entfernen an der Alufolie kleben bleibt!) Sonst wird der Käse zu schnell braun und verbrennt.

Am Ende sollte dann etwas rauskommen, was ungefähr so aussieht. Ist das nicht ein Bild, bei dem man sofort Appetit bekommt?

Thursday, 05 May 2005

Time is running …

Filed under: — Sebastian Kirsch @ 14:46

I filed the application for my diploma thesis on tuesday, so the time is now officially running: I have to turn in the thesis within six months, by the 5th of November. Wish me luck.


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