Sebastian Kirsch: Blog

Monday, 21 November 2005

Quiche Lorraine et Tarte aux Pommes

Filed under: — Sebastian Kirsch @ 15:08

Ich weile momentan in der wunderschönen Schweiz. Und wer schon mal längere Zeit in der Schweiz verbracht hat, der weiss, dass es hier nicht nur Berge, Käse und Alphörner gibt, sondern auch hervorragende Supermärkte. (In denen man meistens ungefähr das Doppelte bezahlt im Vergleich zu Deutschland … aber das ist eine andere Geschichte.) Jedes kleine Dorf hat eine Migros, die sich mit hochklassigen deutschen Supermärkten durchaus messen kann – gerade im Bereich Obst und Gemüse, Fleischprodukte und Convenience-Food.

Und darum geht’s in diesem Beitrag: Convenience-Food, insbesondere frischer Teig. Bei der Auswahl – Pizzateig, Kuchenteig, Blätterteig, Mürbeteig, alles fertig ausgerollt – fällt die Entscheidung leicht, öfters mal was zu backen.

Quiche Lorraine

Die Quiche habe ich mit dem fertigen Kuchenteig gemacht:

Der ausgerollte Kuchenteig kommt aufs Backbleck und wird mit geriebenem Käse bestreut (am Besten schmeckt Gruyère – in Deutschland teuer, in der Schweiz der Standardkäse, so wie bei uns Gouda.) Darauf kommen Speckwürfel, die man vorher in der Pfanne (bei niedriger Hitze!) langsam ausgelassen hat. Das ganze wird übergossen mit einer Mischung aus 2 Eiern und einem Becher Sahne, gewürzt mit Muskatnuss und Pfeffer (Salz ist meistens nicht nötig, weil Speck und Käse genug Salz mitbringen.)

Das alles kommt dann fuer ca. 30 Minuten bei 180 Grad Umluft in den Backofen.

Tarte aux Pommes

Für den Apfelkuchen habe ich den süßen Mürbeteig genommen. Das folgende ist ein ganz einfaches Rezept, das ich von Freunden aus Frankreich kenne:

Der Teig kommt aufs Backblech. Äpfel werden in dünne Schnitze (Scheiben) geschnitten, und mit ihnen wird das Backblech rundherum ausgelegt. (Am Besten eignen sich hier saftige Apfelsorten wie Boskop.) Die Äpfel werden leicht mit einer Zucker-Zimt-Mischung bestreut. Das ganze kommt dann 25 Minuten bei 180 Grad Umluft in den Ofen.

In der Zwischenzeit streicht man zwei bis drei Esslöffel Aprikosenmarmelade durch ein Sieb und erhitzt sie vorsichtig in einem kleinen Topf, bis die Marmelade flüssig wird. Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, bestreicht man ihn dünn mit der Marmelade und lässt ihn abkühlen. (Der Konditor nennt diesen Vorgang auch “aprikotieren".)

Heraus kommt ein dünner Kuchen, der beispielsweise sehr gut als leichter Nachtisch dienen kann.

Weil die Äpfel nicht viel Feuchtigkeit verlieren, ist es bei diesem Kuchen nicht nötig, den Mürbeteig vorher zu blindbacken. Bei Belägen mit mehr Feuchtigkeit müsste man den Mürbeteig vor dem Belegen mit einen Stück Backpapier abdecken, dieses mit getrockneten Erbsen oder Bohnen beschweren und 10 Minuten vorbacken ("blindbacken"). Dann kann man beispielsweise noch eine Schicht Apfelkompott unter die Äpfel legen, oder den Kuchen mit einer Eiercreme verfeinern.

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